
Siri, der neue Sprachassistent des iPhone 4S, ist nett und nützlich, aber natürlich keine eierlegende Wollmilchsau, was scheinbar von Einigen erwartet wurde, liest man sich so durch das Web. Mein eher mit Augenzwinkern verfasster Tweet, dass Siri mit dem deutschen Wetter wohl nicht viel anfangen könne, fand zugleich Widerhall bei t3n. Deshalb hier meine kleine kurze Einschätzung nach zwei Tagen.
Man kann Siri herbeizaubern indem man den Home-Button lange drückt oder einfach das Telefon bei aktivem Screen ans Ohr hält. Bei Fernbedienungen an Kopfhörern drückt man den Play-Button länger. Sogleich darf man sein Anliegen vortragen und je nachdem wie geschickt die Wortwahl und klar die Aussprache ist, klappt das dann auch gleich beim ersten Mal. Termine eintragen, Timer upsetten, Erinnerungen verfassen, SMS senden, Wikipediabeiträge aufrufen, das alles klappt beim ersten Versuch. Was leider nur klappt, wenn man die Sprache vom Deutschen ins Englische wechselt, sind Dinge wie Rechenaufgaben oder wissenschaftliche Abfragen. Hierzu wird Wolfram Alpha bemüht. Spricht man also Englisch mit Siri, klappt das gut, auf Deutsch leider – noch – nicht.
Heute Morgen musste ich dann natürlich auf dem Rad mal ausprobieren, ob es im Alltag funktioniert. Ich habe Siri eine SMS schicken lassen und auf die Antwort, die mir vorgelesen wurde, entsprechend reagiert. Das alles nur per Knopfdruck ohne vom Rad zu steigen oder die Handschuhe auszuziehen. Muss man nicht haben, aber es ist schön und funktioniert. Wann immer man nicht auf den Bildschirm schauen kann oder nicht länger tippen will, stellt Siri eine prima Alternative dar.

hey, super bericht! aber wie funktioniert denn das mit dem vorlesen der SMS?
Du sagst einfach “Lies mir meine neuen SMS vor” und schon geht’s los.
Aber muss man bei Siri nicht immer wenn man eine neue eingabe macht den Button am Display drücken?
nein muss man nicht :) sie “erkennt” wenn man fertig ist.
schöner beitrag manuela, ich arbeite gerade an ner kleinen siri sache. mal sehen wie das ankommt. ich finds auch toll und nützlich. die diktieren funktion nutze ich mit am häufigsten, wenn man das nach 3 tagen schon so sagen kann.
Genau, deswegen steht es auch so im Artikel ;-)