Montag, 21. Januar 2013

Gelesen und Markiert 02/13

Eine ziemlich anstrengende Woche, in der ich trotz Erkältung nicht so richtig zum Lesen gekommen bin, liegt hinter mir. Kurzweiliges und Tiefgründigeres, das mich etwas länger beschäftig hat, war trotzdem dabei. Momentan lege ich alle gelesenen Artikel in Evernote ab (um später mal einen Überblick zu haben, was und wie viel eigentlich durch Instapaper und Co. fliesst). Darunter befindet sich Folgendes:

Cola macht schlank und depressiv, wie alle Softdrinks. Kaffee wirkt einer Depression entgegen, wenn man mehr als vier Tassen täglich trinkt. Nur kommt da dann die Sache mit dem Koffein ins Spiel, das allerhand Unwohlsein erzeugen kann. Twitter kann helfen, persönliche Ziele nicht aus den Augen zu verlieren und ja, sogar Diäten besser durchzuhalten. Wer sich bewegt, hilft seinem Körper, besser einschätzen zu lernen, wann er satt ist, sagt Gretchen Reynolds in der NYT. Woody Allen ist bekennender Hypochonder, oh Pardon: „Alarmist“ und natürlich begnadeter Texter. Amüsant und unterhaltsam ist deshalb sein „An Inside Look“ in der Times. Zum Abschluss dieses doch recht medizinisch geratenen Komplexes dieser Woche (erkältungsbedingt?) berichten Ärzte im Guardian, was sie aus ihrer Erfahrung ganz sicher nicht für sich selbst in Erwägung ziehen würden.

Inklusion ist in Berlin momentan ein hoch diskutiertes Thema. Norwegen ist uns da schon um Einiges voraus. Hier werden seit den 70er Jahren, Behinderte zusammen mit Nicht-Behinderten unterrichtet. Nikolai ist blind und geht in die 9. Klasse. Etwas mehr über seinen Alltag erfahren wir in diesem Bericht bei Arte. Er zeigt aber auch, dass Blinde bei aller Inklusion das starke Bedürfnis verspüren, sich mit anderen Blinden auszutauschen. Egal, wie und wo gelernt wird: Motivation ist alles, auch in Mathe.

Ernährungstechnisch und wirtschaftspolitisch hat mich der Artikel zur Massentierhaltung einmal mehr über meinen eh schon sehr spärlichen Fleischkonsum nachdenken lassen.

Es sind Bilder, der jeden erschaudern lassen, der sie einmal gesehen hat: Hühner, die im Millisekunden-Takt von Maschinen getötet werden. Küken, die geschreddert werden, weil sie männlich sind, und sich darum ihre Mast nicht lohnt. Schweine, denen die Ringelschwänzchen abgeschnitten werden, weil sie sich die sonst unter dem Stress der Massentierhaltung gegenseitig abknabbern würden.

Deutschland wird immer mehr zum Massenfleischproduzenten für die Welt.

Mit einer anderen Art von Wertschöpfung beschäftigt sich Dirk von Gehlen und spricht über den Wandel, den Journalismus heute erfährt, über Vertrauen und auch, wie heute dafür bezahlt wird.

Recht altmodisch wahrscheinlich in diesem Zusammenhang, habe ich ein Digi-Probe-Abo von Die Zeit abgeschlossen und freue mich auf das, was künftig auf iPad und Co. landen wird.

Ich habe gewonnen! Dank Readmill und Rosenfeld Media darf ich nun See What I Mean – How to use Comics to communicate Ideas von Kevin Cheng mein eigen nennen. Außerdem habe ich sehr nettes Feedback zu meinem Buch bekommen. Dankeschön :-).

Reiher am Wannsee
Eisige Kälte zwingt uns in Berlin momentan dazu, Lage über Lage anzuziehen, bevor wir das Haus verlassen. Die Reiher am oder besser auf dem Wannsee sind da abgehärteter :-).

3 Kommentare zu “Gelesen und Markiert 02/13

  1. Zum Thema Kaffee: Davon haben wir uns komplett losgelöst und trinken stattdessen morgens Matcha, ein Pulver aus gemahlenem Grüntee, wodurch man das gesamte Blatt aufnimmt und damit alle Nährstoffe und eine sehr angenehme Dosis an Koffein auf.

    Zum Thema Massentierhaltung: Leider ist es mit Fleischverzicht nicht getan, wie im Text angemerkt sind Hühner extrem spezialisiert gezüchtet, und auch Milch gibt es nur durch dauerschwangere Kühe, denen das Kind sofort nach der Geburt weggenommen wird. Die meisten essen es als Kalbsbraten. Das ist eine ganz traurige Industrie. Mein Blogbeitrag dazu: http://yatil.net/taking-the-red-pill – Und ich kann nur den Fleischatlas empfehlen, der spannende Fakten zur Fleischindustrie bereithält: http://www.bund.net/themen_und_projekte/landwirtschaft/lebensmittelpolitik/fleischatlas/ – Übrigens gibt es in Berlin fantastische vegane Restaurants, ich empfehle das Viasko, das Vaust und das Kopps. :-)

    • Hallo Eric, danke für deinen Kommentar und die Links. Ersteres werde ich probieren :-).

      Beim Thema Massentierhaltung fühle ich mich machtlos. Bis zur Geburt meiner Tochter lebte ich lange Zeit vegetarisch. Seitdem esse ich schon an und an mal Fleisch, die Familie liebt es… Wichtig ist es, dass man selbst verantwortungsvoll handelt und das auch so weitergibt. Erster wichtiger Schritt sozusagen. Und ja, wir haben ja auch einen der wenigen veganen Supermärkte um die Ecke.

  2. Pingback: 4 KW #Blogkrise #Stilpirat #Demo ›› HappyBuddha

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