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Gedanken & Bilder von Manuela Hoffmann

Montag, 26. August 2013

Notizen machen: Von Day One zu Evernote

Im April habe ich einen Beitrag geschrieben, in dem ich zeigte, wie man die Tagebuch-App Day One über automatische Postings von verschiedenen Services füllen kann. Zu dieser Zeit konnte ich es mir nicht vorstellen, ohne Day One auf meinem iPhone auszukommen. Doch dann kamen die Sommerferien, der Urlaub und Android. Für über vier Wochen verwendete sich sehr glücklich ausschliesslich ein Nexus4 anstelle meines iPhones. (Dazu schreibe ich besser einmal einen eigenen Beitrag.)

Im Zuge der Planung dieses Vorhabens stellte ich fest, dass die meisten Dienste, die ich nutze, auf beiden Plattformen präsent sind. Dienste wie Pocket, Evernote, Dropbox, Flickr, Twitter etc. benötigen ja nur die Installation der entsprechenden App auf dem entsprechenden Gerät und flugs kann man loslegen. So aber nicht mit Day One, denn diese App ist allein iOS- und Mac OS X-Nutzern vorbehalten. Also wechselte ich für das Vorhaben, Tagesberichte zu schreiben, Gedanken, Ideen und Aussprüche des Kindes festzuhalten, zu Evernote. Evernote habe ich seit 2008 bei mir täglich im Einsatz. Allerdings nicht als Journaling-App.

Evernote bringt wie Day One Tags, Verortung und eine komfortable Suche mit. Dazu ermöglicht es dem Nutzer, mehrere Bilder in einen Beitrag einzufügen und nicht nur eines, wie das Day One aktuell tut. Die Android-App von Evernote gefällt mir diesbezüglich auch noch einmal viel besser als ihr iOS-Pendant. Aber letztendlich ging und geht es mir nur um eines: Gedanken, Ideen, Fotos bequem über verschiedene Geräte festzuhalten und an einer Stelle zu sammeln, mit der Option, all das später auch wieder exportieren zu können.

IFTTT Recipe: Notizenvorlage für den Tag
IFTTT Rezept zur Erstellung einer neuen Notiz in Evernote.

Dieses Vorhaben hat in zwei Wochen Urlaub so gut geklappt, dass ich den Weg jetzt schon Wochen danach immer noch beibehalten habe und weiter tun werde. Wozu auch eine weitere Zusatzapp, wenn man schon einen Dienst nutzt und bezahlt, der – bis auf die automatische Wetteranzeige und den Kalender – wirklich vergleichbare Features bietet? Aktuell verwende ich das verlinkte IFTTT-Rezept, um mir jeden Tag in Evernote um 7 Uhr eine leere Notiz anlegen zu lassen, in der ich dann über den Tag verteilt von verschiedenen Geräten aus, Gedanken eintrage. Vielleicht ist das ja für den ein oder anderen Leser auch interessant.

Sonntag, 11. August 2013

Ein Traum auf Stand-by

Das Fahrrad ist wie ein spannender Traum auf Stand-by, der es immer wieder vermag, mich dazu zu bringen, mich von den Büchern und dem Computer loszureißen und der Faulheit und dem körperlichen Stillstand zu trotzen.

Auszug aus „Die Philosophie des Radfahrens (German Edition) von Ilundáin-Agurruza, Jesus“

Dieses Zitat könnte ich ebenso unterschreiben. Eine schöne Beschreibung des Radfahrens aus dem Buch „Die Philosophie des Radfahrens“. Ein Buch, das ich allen Radfahrern durchaus empfehlen würde. Es regt zum Nachdenken an, bestätigt Positionen, stellt andere in Frage. Jenseits von Technik und Fitness. Jetzt, wo die Hitze sich verflüchtigt hat und es sich morgens sogar schon eher herbstlich anfühlt, ist eine fantastische Zeit, auf das Rad zu steigen und dabei die Seele und das Hirn zu erfrischen. Hier z.B. heute im Viktoriapark in Berlin.

Radtour durch Berlin: Pause im Viktoriapark
Bike & Water @ Viktoriapark

Samstag, 4. Mai 2013

Vier Schwestern fotografieren sich jährlich über 36 Jahre

Die Schwestern Heather, Mimi, Bebe, und Laurie Brown aus Amerika haben es geschafft, über 36 Jahre jährlich ein Foto von sich zusammen zu machen. Sie begannen 1975 und haben das Projekt bis 2010 durchgezogen. Die Fotos sind als Buch erschienen. Als ich die Fotos sah, konnte man sie noch bei Bored Panda anschauen. Dort mussten die Fotos entfernt werden. Man kann sie aber z.B. über Moma finden.

Freitag, 3. Mai 2013

Berlin als Fahrradstadt im internationalen Vergleich

copenhagenize Index: Platz 8 für Berlin
The Copenhagenize Index 2013

Der Copenhagenize Index 2013 listet die weltweit fahrradfreundlichsten Städte. Berlin hat es auf einen wackeligen Platz Acht geschafft. Das sind drei Plätze schlechter als 2011, wo es noch Platz Fünf belegte. Die Berliner legen eine ähnlich pragmatische Einstellung zum Radfahren an den Tag wie Amsterdamer oder Kopenhagener Bürger, und das unabhängig von Alter und Geschlecht. Es wird angemerkt, dass man trotz der an sich guten Infrastruktur nicht wirklich gut vorankomme, in der Hauptstadt, in der bekanntermaßen das Geld an den falschen Enden verbaut wird.

Freitag, 3. Mai 2013

Jäger, Bauer, E-Man

Jäger, Bauer, E-Man. Prof. Dr. Gunter Dueck auf dem censhare Futureday 2012

Man kommt mit den althergebrachten Konzepten von Arbeit heute nicht mehr allzu weit, deshalb muss man sich auch im fortgeschrittenen Alter mit den neuen Anforderungen der Arbeitswelt bekanntmachen und sich auf sie einlassen. Das und mehr bespricht Prof. Dr. Gunter Dueck in diesem sehr unterhaltsamen Vortrag vom censhare Futureday 2012. Wer den Vortrag noch nicht kennt, sollte sich die Zeit nehmen, ihn anzuschauen. Es lohnt sich! Danke für den Tipp!

Donnerstag, 25. April 2013

Einfach fahren

Wenn man in den Siebzigern auf dem Dorf groß wurde, der Bus nur dreimal am Tag fuhr und der nächste Bahnhof 3km entfernt lag, fuhr man Fahrrad. Ohne Helm1, oft und stolz mit Pflaster auf dem Knie. In der Kindheit war das Rad mein Verkehrsmittel Nummer Eins und ich habe es geliebt. Hat mein Vater sein Auto gewaschen, habe ich mein Kinderfahrrad daneben gestellt und mitgemacht. Die Friedensfahrt war für mich jedes Jahr ein Ereignis und als es sich ergab, dass die Tour eines Tages sogar an unserem Haus – meinem kleinen Hausberg – vorbeizog, war ich ganz aus dem Häuschen. Als ich dann jeden Tag mit der S-Bahn fahren musste um für das Abi zu büffeln, brachte mich mein olles Klapprad, das immer noch fährt, verlässlich hin- und wieder zurück. Später dann, während des Studiums, war das Radfahren eine reine Freizeitbeschäftigung geworden. Erst zum Examen hin, wohnte ich so nah an der Uni, dass ich mit dem Rad fahren konnte. Dann kamen wieder ein paar Jahre, in denen ich das Rad nicht wirklich brauchte und nur zum Vergnügen und wenig fuhr. Als meine Tochter alt genug für die Kita war, fuhr ich dann wieder regelmäßig, 20km am Tag. Erst mit Kindersitz, dann mit viel Spaß dank ihrer Unterstützung und add+bike. Dann kam sie in die Schule und ich versuchte es zur Abwechslung mal mit Joggen. Das habe ich zwar ein Jahr lang durchgehalten, aber das gute Gefühl, das das Radfahren mir gibt, wollte sich partout nicht einstellen.

Lange Einführung, kurzer Sinn: Im Juni 2011 kaufte ich mir mein jetziges Rad und damit habe ich heute Kilometer 10.0002 überrollt. Das ist schon einen kleinen Artikel wert, finde ich :-).

Zu jeder Jahreszeit, bei jedem Wetter, mit add+bike und jetzt ohne, voll bepackt mit Reiseutensilien (wie sich das für Mamas gehört), in Dänemark, Schweden, auf Fischland-Darss-Zingst und natürlich rund um und in Berlin. In diesem Jahr sind erst etwas mehr als 1000 Kilometer zusammengekommen, weil es sich aus diversen Gründen nicht anders machen lies und der lange Schnee mich abgehalten hat. Ich fahre selten Auto, oft Bahn und noch lieber Rad.

Warum? Ich bin ein unruhiger Geist und komme eigentlich nie zur Ruh. Ich kann mir unendlich viele Gedanken machen. Immer. Außer auf dem Rad. Durch die Bewegung und die rund 90 Minuten auf dem Rad mehrmals die Woche, fühle ich mich ausgeglichener, ruhiger, motivierter, kann besser denken und schlafen. Es gibt fast nichts Schöneres als an einem kühlen Morgen allein mit Sonnenschein und Vogelgezwitscher lange durch die Gegend zu rollen3.

Stevens Galant SX auf dem Tempelhofer Feld, irgendwann letztes JahrLetztes Jahr auf dem Tempelhofer Feld

Und immer mit dem selben Rad? Schon sehr oft habe ich überlegt, ein zweites/anderes Rad anzuschaffen. Offenbar bin ich immer noch so zufrieden, dass ich mich nicht durchringen konnte. In den 10.000km gab es am Stevens Galant SX lediglich die üblichen Platten, neue Bremsbeläge, geklaute Fahrradtaschen und eingefrorene Bremsen im Winter zu beklagen. Und bei all dem Kult, den man um Räder machen kann (und wo ich wohne, wird viiiiel Kult betrieben): Sooft wie möglich fahren und es spüren, das ist es.

Kleine Statistik dank dailymile: 10.002km in 383 Aktivitäten in 485,6 Stunden seit 12.6.2011. Längste Tagesfahrt: 101.45km.

  • [1] Gab es damals noch nicht. Heute und in Berlin finde ich Fahrradhelme sinnvoll.
  • [2] Ok, sicher war das schon ein paar Kilometer vorher, denn jeden habe ich wohl nicht getrackt.
  • [3] Nur muss man jetzt, wo es endlich wärmer wird und da Berlin ja Fahrradstadt (ich sage nur Leihräder) werden will, immer früher starten.
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