Letzten Montag begann mit Ferienende und Schulbeginn für mich auch wieder der normale Arbeitstrott. Die Zeit, in der sich mein Instapaper den Tag über füllt und idealerweise abends wieder etwas leert. Was hängenblieb waren z.B. folgende Beiträge:
Zu Jahresbeginn tragen sich viele mit den Gedanken, ein „besseres“ Leben zu führen, bewusster zu leben, besser zu essen, … Yvetta Fedorova klärt in diesem Zusammenhang über Food Myths auf. Im Tagesspiegel weist Hartmut Wewetzer darauf hin, dass etwas Übergewicht offensichtlich ganz gesund ist. Die gleiche Studie wie er hat auch die NYTimes gelesen und bezeichnet es als „Our Imaginary Weight Problem“. Auch sehr beliebt zu Jahresbeginn ist es ja, sich auszumalen, wie das oder die kommenden Jahre wohl werden. Dabei sehen wir keine allzu großen Unterschiede zu unserem jetzigen Selbst (obwohl wir uns in der Vergangenheit ja ziemlich gewandelt haben). Dieses Phänomen bezeichnet man als „end of history illusion“ in dem wir unser Entwicklungspotential für die Zukunft weitestgehend unterschätzen und annehmen, wir werden in Grundzügen bleiben wer wir jetzt und wie wir jetzt sind. Die Süddeutsche meint zur gleichen Studie: „Für immer ich“.
Die Sesamstrasse wird 40 und hat eine ganze Generation geprägt. Bei „Shouting Into The Void“ macht man sich Gedanken über die Big Bang Theory und stellt zusammenfassend richtig fest: „We aren’t laughing with Leonard, Sheldon, Raj and Howard. We’re laughing at them. Chuck Lorre has given us four exceptionally intelligent, nerdy main characters and he’s positioned us as an audience against them.“
Mit dem Thema Tod und Social Media wurden wir in der letzten Woche mehrmals konfrontiert. In New York kamen mehrere Menschen unter einem Zug ums Leben. Mit der Wirkung auf die Bahnangestellten befasst sich „Subway Deaths Haunt Those at Trains’ Controls“. Aaron Swartz, der Mitbegründer von Reddit und Creator von RSS nahm sich Ende der Woche das Leben. Bereits 2010 nahm sich Dylan Yount das Leben als er in San Francisco von einem Hochhaus sprang. Das Verstörendste daran: Über 45 Minuten twitterten unten die Menschen, schrieben sich SMS und Facebook-Nachrichten, sendeten Fotos und warteten. Albert Samaha berichtete darüber Anfang des Jahres in „Public Influence: The Immortalization of an Anonymous Death“.
„Die Generation Internet braucht Schutz“ sagt Johnny Haeusler in der WIRED. Zusammen mit seiner Frau hat er das Buch „Netzgemüse“ zum Thema veröffentlicht, das auf mich schon als eBook wartet.
Erziehen wir dieses Gemüse frei von Klischees? Lesenswert dazu in der ZEITOnline „Das sind JUNGS!“. Für die Süddeutsche befasst sich Harald Eggebrecht in „Robinson Crusoes furchtbar korrekte Abenteuer“ mit Änderungen in Kinderbuch-Klassikern.
Noch einmal gelesen habe ich „The Way I Work“: Jason Fried von 37Signals berichtet über sein Leben und seinen normalen Tagesablauf. Da 37Signals ja doch ihren sehr eigenen und gleichzeitig sehr erfolgreichen Weg gehen, ist das eine empfehlenswerte Lektüre für alle, die selbständig oder freiberuflich arbeiten.
Ryan Block verlässt Instagram nicht aus den in letzter Zeit so häufig diskutierten Gründen, nein, er stellt in „Why I’m Quitting Instagram“ eine Frage, die wir uns viel zu selten stellen: „Why stay?“.
Joel Gascoigne hat alle Benachrichtigungen an seinem iPhone abgeschaltet und empfiehlt das jedem Smartphonebesitzer in „Zero notifications“. Alle Benachrichtigungen werde ich ganz sicher nicht abschalten. Die Dienste, die „durchkommen“ wird sicher jeder genauestens geprüft haben. Allerdings habe ich mich zu Beginn des Jahres einiger Dienste entledigt, bei denen ich z.T. eh nur angemeldet war. Auch jeder Newsletter, der in meiner Mailbox gelandet ist und für mich nicht von Interesse war, wurde bisher abgemeldet. Das ist auch schon einmal ein gutes Gefühl.
Ich wünsche einen guten Start in die nächste Woche mit meinem absoluten Lieblingsshot der letzten. Bei einem Spaziergang beobachteten wir eine aufgescheuchte Krähenkolonie.

Das war der erste Wochenrückblick dieses Jahr (von hoffentlich vielen ;-)).