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Gedanken & Bilder von Manuela Hoffmann

Freitag, 19. April 2013

Day One und Slogger: Mehr als nur ein Tagebuch für Mac OS X und iOS

Wie man seine Aktivitäten auf verschiedenen Netzwerken automatisch in Day One loggt.

Day One ist ein fantastische App für Mac OS X und iOS um Momente und Bilder festzuhalten. Es wird von vielen Menschen so unterschiedlich genutzt, dass es eine eigene Liste gibt, die Anwendungsbeispiele zeigt. Man kann mit Day One jede Art von Logbuch umsetzen, sei es ein Tagebuch, ein Fitnesslog, ein Kochlog etc.

Verwendet man die iOS-Versionen (für iPhone und iPad), werden jedem erstellten Beitrag automatisch Ort und Wetter hinzugefügt. Man kann Tags vergeben und Markdown zum Schreiben verwenden. Zudem ist die App eine der bestgestalteten Apps, die ich kenne und es macht mächtig Spaß sie zu verwenden.

Screenshot der iPhone-Version von Strava mit dem Kalender von gestern.
Day One: Screenshot vom iPhone mit automatisch generierten Einträgen des letzten Tages.
Screenshot der iPhone-Version von Day One mit einem Strava Log.
Exemplarischer Strava-Eintrag über das entsprechende Plugin.

Vor Kurzem bin ich von Walter, alias ashility, auf Slogger, kurz für „Social Logger“, aufmerksam gemacht worden. Mit ein bisschen Anpassung – und Frickelei im Terminal – kann man Slogger dazu bringen, Daten von den verschiedensten Quellen abzuholen und automatisch in Day One zu speichern. Automatische Speicherung mag nicht jedermanns Sache sein, aber wer sich dafür interessiert, sollte sich Slogger anschauen. In meinem Falle war es so, dass ich versucht habe, Touren mit dem Rad und fitBit-Daten, regelmäßig einzutragen. Oft habe ich es jedoch schlicht vergessen. Zu Slogger hat mich also die Tatsache geführt, dass u.a. ein Plugin für Strava (zu dem ich mich anmelden musste, weil ich ja eigentlich dailymile nutze – aber das ist eine andere Geschichte) und eines für fitBit vorhanden sind. Weitere Dienste, die per Plugin unterstützt werden, sind z.B. Github, Flickr, Last.fm, Twitter, Instapaper, Foursquare, Pinboard, Goodreads, App.net, SoundCloud, Gist, Readability, Things, GetGlue, OmniFocus und andere mehr. Jedes RSS-Feed lässt sich einbinden. Alle Einträge eines Feeds werden dann pro Tag gesammelt in einen Day One Eintrag geschrieben. Für Weblogs für die man gesonderte Einträge haben möchte, ist es möglich, über den „BlogLogger“ Artikel als einzelne Beiträge in Day One zu erstellen.

Die Konfiguration ist nicht ganz so straightforward, wie man hoffen mag, handelt es sich eben um ein Skript. Nach dem Download muss man das Skript per ./slogger im Terminal einmal starten um die Konfigurationsdatei slogger_config anzulegen. Diese kann man im Editor der Wahl bearbeiten.

Screenshot der iPhone-Version von Strava mit dem einem surfgarden-Blogbeitrag
Hinweis auf den Beitrag “Climb a Mountain, tell no one“ hier auf surfgarden.

Für alle Plugins, die sich im gleichnamigen Ordner „plugins“ befinden, wird automatisch eine Konfiguration in slogger_config erstellt, die anzupassen ist. Plugins, die nicht gebraucht werden, kann man nach „plugins_disabled“ verschieben. In diesem Ordner befinden sich weitere Plugins, die bei Bedarf nach „plugins“ zu verschieben sind. Hat man ein neues Plugin verschoben, muss wieder ./slogger gestartet werden. Automatisch werden die Konfigurationsparameter dann in slogger_config geschrieben. Jedes Plugin ist so aufgebaut, dass es im Kopf eine kurze Beschreibung hat, in der auch steht, welche Daten man gegebenenfalls von den entsprechenden Diensten braucht. Wie gesagt, die Einrichtung dauert ein bisschen, aber es lohnt sich. Da Day One die Vergabe von Tags unterstützt, können diese auch in der Konfiguration festgelegt werden. Alle Tags werden dann automatisch als Systemtags verwendet. Um Slogger nun automatisch jeden Tag aktiv werden zu lassen, steht eine launchd-Aufgabe bereit, die man über install.rb startet. Das bewirkt, dass das Skript automatisch jeden Abend um 23:50 Uhr gestartet wird. Ist der Mac gerade offline, arbeitet Slogger die Aufgabe zum nächstmöglichen Zeitpunkt ab. Aktuell loggt Slogger für mich nun seit einer Woche die Dienste, die ich häufig nutze: App.net, Twitter, Pocket, Foursquare, Strava und fitBit. Außerdem hält es die bei OmniFocus abgehakten Aufgaben fest.

Man müsste noch viel mehr zu den Features und den Anpassungsmöglichkeiten beider Programme schreiben, doch das wäre vielleicht für den ersten Eindruck etwas verwirrend. Die github-Seite von Slogger gibt genaue Informationen über die Installation und sämtliche Konfigurationsmöglichkeiten. Außerdem ist das Readme essentiell für die Konfiguration. So ist es z.B. auch möglich, die Daten rückwirkend für alle oder auch nur für einen Dienst abzugreifen. Um die Fotos der letzten dreißig Tage von Flickr abzuholen, wäre das z.B. ./slogger -o FlickrLogger -t 30 .

Warum das Ganze? Auf meinem iPhone habe ich die nette kleine App Timehop, die es nur für iOS gibt. Timehop zeigt mir Aktivitäten der letzten Jahre an. Ich kann sehen, was ich vor einem, vor zweien, … vor sieben Jahren bei Flickr, Twitter, Foursquare gesichert habe. Oft erinnern wir uns in der Familie gern zurück, wenn ich sage, heute vor vier Jahren waren wir zusammen … Ich sehe Fotos meiner Tochter, als sie noch sooo klein war ;-). Und das alles nebenbei, als kleine Überraschung. Das finde ich wunderbar und denke, mir auf diesem Wege meine eigene kleine Zeitreise zusammenbasteln zu können. Sollte es Day One dann doch so lange nicht geben, wovon ich nicht ausgehe, steht mir ein prima Export-Filter bereit, mit dem ich all meine Daten zumindest sichern kann.

Wichtige Links

Donnerstag, 18. April 2013

Climb a Mountain, tell no one

rainbow

Man macht etwas Neues, etwas Großes, etwas Aufregendes. Man erzählt es, man teilt es. Man bekommt Anerkennung und Feedback. Das bestärkt die Suche nach weiteren Aufgaben dieser Art. Bis man sich irgendwann fragt: Wofür mache ich das eigentlich?

Mit diesem Gedankengang beschäftigt sich Joel Runyon in seinem Artikel “Climb a Mountain, tell no one“. “Würde ich XYZ auch tun, wenn es niemand mitbekäme?” Beantwortet man diese Frage nicht mit einem klaren “Ja”, ist es vielleicht Zeit, in sich zu gehen und Ziele zu definieren, die man ganz allein und für sich durchzieht. Lesenswert!

Mittwoch, 17. April 2013

The Life of Cycle – Urban Cyclists in Berlin

The Life of Cycle – Urban Cyclists in Berlin from Gestalten on Vimeo.

Sie sind Hingucker unter all den Einheits- und Leihrädern in Berlins Mitte: Die feinen und individuellen Räder, die hier gezeigt und z.B. bei Cicli Berlinetta gebaut werden. Fahrradfahren ist in Berlin populärer denn je, erhitzt die Gemüter auf Knopfdruck und tut trotz zugeparkten, z.T. maroden und vollen Radwegen gut. (Wenn man das Glück hat, nicht zu den Hauptverkehrszeiten unterwegs sein zu müssen.) Im Film spricht Gestalten.tv mit Dustin Nordhus von Berlin’s Cicli Berlinetta und Anna Valtonen von Pelago Bicycles über das Rad als “an object of desire for everyone“.

Mittwoch, 17. April 2013

Your bike becomes a part of you that you can’t forget. A temporary body part that changes your perception of space and distance.

Your bike becomes a part of you that you can’t forget. A temporary body part that changes your perception of space and distance.

Quote Via cyclelove.

In “A second hand bicycle saved my life” beschreibt James Greig seinen Weg vom genervten Londoner Bus- und Bahnbenutzer zum passionierten Radfahrer mit gefühlt glücklicheren und befreiterem Leben. Schön zu lesen. Wer viel Rad fährt und das mag, wird vieles wieder erkennen.

Montag, 15. April 2013

Zog nach New York und nahm sich vor, jedes Haus dort zu zeichnen

So könnte man das Vorhaben von James Gulliver Hancock zusammenfassen, das jetzt in Buchform vorgestellt wurde. “All the Buildings in New York (That I’ve Drawn So Far)” zeigt seine besten Zeichnungen, die bisher im Rahmen des Projekts entstanden sind. Der Mann, der von sich selbst sagt, dass er sich krank fühlt, wenn er nicht zeichnen kann, stammt eigentlich aus Australien. Viele seiner Zeichnungen, die sowohl auf Servietten, Sketchbooks aber auch im Studio entstanden sind, veröffentlicht er auch auf dem Blog zum Projekt All the Buildings in New York. Dort lassen sich die schon gezeichneten Häuser auch nach Typ und Stadtteil filtern. Weniger zieht es ihn zu den bekannten Attraktivitäten. Viel eher widmet er sich Gegenden, zu denen er eine persönliche Beziehung hat. James Gulliver Hancock merkt selbst an, dass es sich um ein Projekt handelt, dass als “sightly obsessional” bezeichnet werden kann ;-).

All the Buildings in New York from Marisa Guzman-Aloia on Vimeo.

Montag, 8. April 2013

2000 und was früher die Zukunft war

Wer schon etwas älter ist, erinnert sich gut an das Gefühl, dass mit dem Jahr 2000 so irgendwie “die Zukunft” verbunden war. Als Kind in den Siebzigern hatte ich doch insgeheim gehofft, dass die Menscheit sich zumindest dann von einem Ort zum anderen Beamen (per Teleportation) können würde. Naja … Gestern las ich mit viel Freude den Artikel “2000, the Year Formerly Known as the Future” von David Bauer bei Medium.

Auf wirklich erfrischende Weise ruft er in Erinnerung, wie sehr uns Dinge heute zur Selbstverständlichkeit geworden sind, an die man im Jahr 2000 noch nicht wirklich glauben konnte. Das beginnt mit dem heute zumindest für mich selbstverständlichen morgendlichen ersten Blick auf das Smartphone, führt über Zeiten ohne Twitter, Facebook und Google Maps über das Brennen von CDs (so ganz ohne Dropbox) und dem einfachen Telefonat hin zur Feststellung, dass nicht mal Abschalten und einen Kurzurlaub planen, so leicht war, wie heute.

Es ist vielleicht eine gute Idee, ab und an mal darüber nachzudenken, mit welchen Erwartungen und Hoffnungen man selbst durch all die Jahre und Erquickungen gegangen ist – und sich wie in meinem Falle einfach mal darüber zu freuen, was uns heute zur Verfügung steht.

Donnerstag, 4. April 2013

Introvertiert vs. extrovertiert

The truth about the difference between introverts and extroverts lies in how personal energy is used and gained. Introverts need a lot of recharging time to gain energy. Being out-and-about, especially in social situations, is draining. Alone time is the only way to get that energy back. For me, it’s a lot of alone time. Not sitting in a dark cave staring at the wall, but somewhere comfortable where I can do other activities I enjoy. Laying on a hotel bed catching up on the internet totally counts. At home cooking dinner totally counts. Even reading a book at a coffee shop counts.

Chris Coyier über den ganz entscheidenden Unterschied im Leben introvertierter und extrovertierter Menschen. Lesens- und merkenswert!

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