logoGedanken zu Lesenswertem, zu Fotografie, Apps und Fahrradfahren - und dem, was passiert während anderes geplant wird.

Donnerstag, 11. Oktober 2012

Radgesundheit in Zahlen

Das Radfahren gesund ist, wissen wir ja alle. Was ich bis eben nicht wusste, ist dass es einen “Gesundheitsgewinn” beim Radfahren gibt, den man in Zahlen ausdrückt. Dem ist aber wohl so, denn das Fahrradportal des BMVBS schreibt:

Der Gesundheitsgewinn für eine Person durch den Umstieg vom Auto auf das Fahrrad beläuft sich laut Untersuchung auf 1.310 Euro pro Jahr, auf 40 Jahre umgerechnet, rund 52.418 Euro. Die Gesellschaft gewinnt durch den Rückgang der Luftverschmutzung pro Person 33 Euro pro Jahr.

Na dann ab auf’s Rad. Noch ist es gar nicht so kalt :-).

Mittwoch, 10. Oktober 2012

Keine Grenzen

Blind zu sein bedeutet, dass man mit den Augen nicht (genug) sehen kann. Mehr nicht, weniger auch nicht. Das ist jedem klar. 1 Blinde Menschen kompensieren das darüber, dass sie andere Sinne intensiver zur Wahrnehmung einsetzen: Riechen, Tasten, Hören. In ziemlicher Perfektion zeigt das der einigen aus den Medien bekannte Daniel Kish mit der so genannten “Klick-Sonar-Technik“. Daniel hat die Klick-Sonar-Technik soweit perfektioniert, dass man ihn (per Video im Netz) bei individuellen Bergwandertouren oder Radfahrten begleiten kann. Daniel Kish ist selbständig, unabhängig und eben blind.

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Sonntag, 7. Oktober 2012

Wellen

Nordsee 2012

Die Nordsee im Juli 2012. Es ist sicher kein Wunder, dass ich das Meer so mag. Nicht das Seichte und Warme, nein. Ich könnte stundenlang an rauen Tagen am stürmischen Meer stehen und mich im Anblick der Brandung, im Getöse der umschlagenden Wellen verlieren. Die Hürden des Alltags ausblenden. Alles, was ist, ordnet sich dann im Kopf, nimmt wieder die Größe an, die es wahrhaftig hat. Sich erden und wieder ehrfürchtig und dankbar fühlen ob der Naturgewalten. (Klappt nicht ganz so gewaltig auch beim Radfahren, wenn gerade kein Meer in der Nähe ist.) Kein Wunder also, denn mein eigenes Leben verläuft wohl auch in Wellen. Manche sind flach und halten nicht lang, manche bleiben ein halbes Jahr, manche eines. Einige bleiben ein Leben lang und werden periodisch wieder zu Tage befördert. Zeichnen, Fotografieren, Lesen, Radfahren… Alles schon mal da gewesen. Zunächst mal ganz intensiv und jede freie Minute vereinnahmend. Mit diesem Gefühl, etwas Großes und Wichtiges passiert, Bauchkribbeln inklusive. Dann wieder sind die gleichen Dinge fast ganz aufgeweicht und in weiter Ferne, fast unwichtig und nebensächlich. Denn etwas anderes hat ihren Platz eingenommen. Und dann gibt es auch Zeiten, da geht nur das eine: Worte, wo keine Bilder sind. Fotografieren, wenn sich keine Worte finden.

All das hat dieses Blog in den letzten neun Jahren mitgemacht. Zig mal habe ich überlegt, es zu schliessen. Vor allem, weil ich über die Rezeption nachgedacht habe. Wer liest und warum? Warum sollte man überhaupt etwas ins Netz stellen? Wieviel sollte man geben? Immer wieder habe ich versucht, neu anzufangen. Hohe fiktive Erwartungshaltungen potentieller Leser haben mich davon abgehalten. Anders als drüben habe ich es aber nie ganz aufgegeben. In Zeiten, in denen sich Twitter wohl gerade auf dem Monetarisierungstrip befindet (aber wir haben ja nun App.net), Facebook immer noch Facebook ist, Google+ mir eigentlich von den Funktionen her ganz gut gefällt, ich es aber doch nie aufsuche … Jetzt also, ist Veröffentlichen hier wieder angesagt. Dort wird es in Kürze um Webdesign gehen und da drüben gibt es ein neues Buch. Bald: Ende des Monats.
Hier aber geht es um das was mich umtreibt, und wie ich versucht habe, oben zu schreiben, lässt es sich nicht genau definieren ;-). Es lässt sich auch nicht wirklich planen oder gar per Strategie verfolgen.

In diesem Sinne und um bei der Metapher zu bleiben: Der Sturm hat einiges verwüstet, es muss noch aufgeräumt werden, aber dahinten am Horizont kommt schon die Sonne durch die Wolken. Mal schauen, wie lang die Welle hält.

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